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EIT.swiss Branchentag 2027 - Zwischen Fachkräftesicherung und künstlicher Intelligenz
Der EIT.swiss Branchentag 2027, der Treffpunkt der Elektroprofis, bringt am 4. Februar 2027 im Berner Kursaal Entscheidungsträger:innen, Unternehmer:innen und Fachpersonen der Elektrobranche zusammen. Das Programm spannt einen Bogen von der Fachkräftesicherung über Produktivität und Nachhaltigkeit bis hin zu Unternehmensnachfolge, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.

Informationen zur Veranstaltung sowie Tickets finden Sie hier
Fachkräfte sichern statt suchen
Den ersten Themenschwerpunkt bildet eine der zentralen Herausforderungen der Elektrobranche: der Umgang mit dem Fachkräftemangel. Dabei geht es nicht allein darum, neue Mitarbeitende zu finden. Ebenso wichtig ist die Frage, wie Unternehmen gute Mitarbeitende langfristig gewinnen, weiterentwickeln und an das Unternehmen binden können.
Barbara Studer von Hirncoach AG zeigt in ihrem Referat «Gehirngerecht und mutig durch Wandel und Innovation», wie Menschen mit Veränderung umgehen und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Anschliessend richtet Tobias Véron von Great Place to Work den Blick auf die Arbeitgeberseite. Unter dem Titel «Was Mitarbeitende wirklich bindet» geht es um die Rahmenbedingungen und die Unternehmenskultur, die entscheidend dazu beitragen können, dass Mitarbeitende einem Unternehmen verbunden und erhalten bleiben.
Wie diese Erkenntnisse in der Praxis aussehen können, zeigen anschliessend zwei Beispiele aus der Elektrobranche. Andreas Jost von der A. Lehmann Elektro AG spricht darüber, weshalb es heute nicht mehr genügt, Arbeitgeber zu sein, sondern wie Mitarbeitende gezielt gefördert und motiviert werden müssen. Tobias Gmür von Burkhalter Technics und zugleich Vorstandsmitglied von EIT.swiss stellt die digitale Perspektive ins Zentrum. Sein Thema: Wie die Einbindung von Mitarbeitenden in kommunikative Prozesse den Austausch und das Zugehörigkeitsgefühl stärken kann.
Nach diesem ersten Themenblock bietet eine Kaffeepause Gelegenheit zum Networking und zur Vertiefung der Diskussionen.
Produktivität statt mehr Personal
Der zweite Teil des Vormittags richtet den Blick auf die Frage, wie Unternehmen mit den vorhandenen Ressourcen produktiver arbeiten können. Markus Mettler, VRP der Halter Gruppe, zeigt unter dem Titel «Produktivität und Kreislaufwirtschaft statt Fachkräftemangel», welches Potenzial in Werkgruppen, Vorfertigung und Digitalisierung steckt.
Damit verschiebt sich die Perspektive: Wo Fachkräfte knapp sind, geht es nicht nur um die Rekrutierung zusätzlicher Mitarbeitender. Ebenso relevant ist die Frage, wie die Arbeit anders organisiert und effizienter ausgeführt werden kann. Standardisierte Prozesse und digitale Unterstützung können dabei neue Möglichkeiten eröffnen.
Anschliessend widmet sich Maike Schubert, Geschäftsführerin von SmartGridready, einem zentralen Zukunftsthema der Energie- und Gebäudetechnik. Ihr Referat «SmartGridready – Harmonisierung & Transparenz für die Einbindung von Flexibilitäten» zeigt auf, wie unterschiedliche Systeme und Anwendungen besser zusammenspielen können.
Nachhaltigkeit: Anspruch und Chance
Zum Abschluss des Vormittags steht eine Frage im Zentrum, die Unternehmen zunehmend beschäftigt: «Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor – verkaufbar?». Unter der Moderation von Nicole Glaus diskutieren Olivier Gapany von Gruyère Energie SA, Tobias Kistler von der Härz AG, Markus Mettler von der Halter Gruppe und Maike Schubert von SmartGridready über die wirtschaftliche und praktische Bedeutung nachhaltiger Lösungen. Dabei treffen unterschiedliche Perspektiven aus Energie, Gebäudetechnik und Bauwirtschaft aufeinander. Die Diskussion verspricht damit nicht nur eine Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit als gesellschaftlichem Anspruch, sondern auch mit der Frage, welchen konkreten Nutzen nachhaltige Lösungen für Unternehmen und ihre Kunden schaffen können.
Beim anschliessenden Stehlunch bleibt ausreichend Zeit für Gespräche und den Austausch unter Branchenkolleginnen und -kollegen.
Nachfolge frühzeitig gestalten
Der Nachmittag beginnt mit einem Thema, das insbesondere für KMU von grosser Bedeutung ist: die Unternehmensnachfolge. Stephan Illi von der Consulta AG beschäftigt sich mit der Frage «Wer übernimmt meinen Betrieb? Nachfolge erfolgreich gestalten». Die Nachfolgeregelung ist für ein Unternehmen eine weitreichende Entscheidung. Sie betrifft nicht nur Eigentumsverhältnisse und Finanzen, sondern auch Mitarbeitende, Kunden, Strukturen sowie die Zukunft des Betriebs. Entsprechend wichtig ist eine frühzeitige und sorgfältige Planung.
Weniger Büro, mehr Zeit für die eigentliche Arbeit
Danach wird es sehr praxisorientiert. Adrian Bürgi und Martin Schmidmeister von der Jost Elektro AG zeigen unter dem Titel «Weniger Bürokram, mehr Elektriker – So digitalisiert die Jost Elektro AG», wie Digitalisierung im Arbeitsalltag eines Elektroinstallationsbetriebs eingesetzt werden kann. Dabei geht es um eine Herausforderung, die viele Betriebe kennen: Administrative Aufgaben nehmen Zeit in Anspruch, die Fachkräfte eigentlich für ihre Kernaufgaben einsetzen könnten. Das Praxisbeispiel zeigt, wie digitale Prozesse hier ansetzen können.
KI kommt im Handwerk an
Am Schluss richtet sich der Blick auf eine Technologie, die auch für das Handwerk zunehmend relevant wird: künstliche Intelligenz. Timon Bucher von Smart LS Electric AG und Tobias Händler von BeneticsAI geben unter dem Titel «Künstliche Intelligenz und Digitalisierung im Handwerk – Effizienz neu gedacht» einen Praxiseinblick in die KI-gestützte Baudokumentation. Im Mittelpunkt steht dabei ein Sprachassistent für das Handwerk.
Damit endet der Branchentag dort, wo viele aktuelle Entwicklungen zusammenlaufen: bei der Frage, wie digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz dazu beitragen können, administrative Prozesse zu vereinfachen und Fachkräfte im Arbeitsalltag zu unterstützen.
Wissen teilen, Erfahrungen austauschen
Nach der Verabschiedung durch Thomas Keller und Nicole Glaus klingt der Branchentag beim Abschlussapéro aus. Dort haben die Teilnehmenden des EIT.swiss Branchentags erneut Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Fachpersonen zu teilen.
Der EIT.swiss Branchentag 2027, der Treffpunkt der Elektroprofis, verbindet damit unterschiedliche Themen, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen. Bei genauerem Hinsehen gehören sie eng zusammen: Wer Fachkräfte sichern will, muss attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Wer mit knappen Ressourcen umgehen muss, braucht produktive Prozesse. Wer nachhaltig wirtschaften will, muss neue Lösungen entwickeln. Und wer seinen Betrieb für die Zukunft rüsten möchte, kommt an Digitalisierung und künstlicher Intelligenz kaum vorbei.
Der EIT.swiss Branchentag bietet deshalb vor allem eines: Orientierung und konkrete Impulse für die unternehmerische Praxis.
Mitglieder von EIT.swiss haben pro Mitgliedsbetrieb einen Code für einen Gratiseintritt an den Branchentag erhalten.
EIT.swiss dankt allen Sponsoren und Medienpartnern des Branchentags 2027:
