Wirtschaftsdaten

Die Elektrobranche spielt in der Gebäudetechnikbranche eine entscheidende Rolle. Gegen 5‘000 Betriebe und rund 50‘000 beschäftigte Personen sind ihr zuzurechnen. Sie bildet jährlich gut 10‘000 Lernende aus und schickt rund 2‘500 ausgebildete Berufsleute ins Erwerbsleben.

Konjunkturumfrage

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) befragt jedes Quartal rund 70 Elektro-Installationsfirmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und dem erwarteten Auftragseingang.

Die aktuelle Konjukturumfrage zeigt folgende Ergebnisse: 

Elektrobranche im Kontext der Gebäudetechnik

Die Elektrobranche ist ein wichtiger Bestandteil der Gebäudetech­nik. Diese umfasst neben der Elektrobranche auch Bereiche wie Sanitär-, Gas-, Heizungs-, Lüftungs- oder Klimaanlageninstallatio­nen.

2018 wurden insgesamt 14‘178 Arbeitsstätten den Gebäudetech­nikbranchen zugeordnet.

Über ein Drittel dieser Arbeitsstätten gehörten zur Elektrobranche. Von den insgesamt 115‘329 Beschäftigten waren gut 44 Prozent (50‘633) in der Elektrobranche tätig. Der Frauenanteil in der Branche liegt bei 11 Prozent (5‘590 Beschäftigte).

In Hinblick auf die Unternehmensgrösse zeigen sich zwischen den Betrieben der Elektrobranche und den Betrieben der übrigen Ge­bäudetechnikbranchen geringfügige Unterschiede: Der Anteil Mik­rounternehmen ist bei den übrigen Gebäudetechnikbranchen mit rund 82 Prozent höher als jener in der Elektrobranche (72%). Die Elektr­obranche verfügt dafür über höhere Anteile kleiner und mittlerer Unternehmen (25% resp. 3%). Die in der Gebäudetechnik als Gan­zes angesiedelten Grossunternehmen sind grossmehrheitlich der Elektrobranche zuzurechnen.

Die Planungsbetriebe der Elektrobranche werden statistisch den Gebäudetechnik-Ingenieurbüros zugerechnet. Eine klare Abgrenzung zur übrigen Gebäudetechnik ist nicht möglich. Beim Grossteil der Planungsbetriebe (1‘009) handelt es sich um Mikrounternehmen mit weniger als 9 Vollzeitäquivalenten. Die Mehrheit der Beschäftigten(3‘597) arbeitet in kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Vollzeitäquivalenten. 21 Prozent der Beschäftigten in Gebäudetechnik-Ingenieurbüros sind Frauen.

Branchenstruktur

Die Elektrobranche zeichnet sich durch ihre Stabilität aus. So hat sich die Zahl der Arbeitsstätten in den vergangenen Jahren nur ge­ringfügig verändert (2017: 4‘997 Unternehmen, 2018: 5‘041 Unter­nehmen). In der Tendenz ist allerdings ein leichter Rückgang des Anteils Mikrounternehmen zugunsten von kleinen sowie grossen Unternehmen festzustellen. Mit rund 72 Prozent ist der Anteil Mik­rounternehmen aber nach wie vor sehr hoch.

Die Zahl der Beschäftigten in der Elektrobranche ist in den letzten Jahren leicht gestiegen (2012: 46‘092 Beschäftigte, 2018: 50‘633 Beschäftigte).

Lernende und Lehrabschlüsse

2020 sind 3'312 Lernende in eine der vier beruflichen Grundbildungen der Elektrobranche eingetreten. Davon waren 94 resp. 3% Frauen.

Insgesamt waren in den vergangenen Jahren jährlich um die 10‘000 Lernende in der Elektrobranche beschäftigt. Der grösste Anteil der Lernenden absolviert die Grundbildung zum/zur Elektroinstallateur*in EFZ, gefolgt von der Grundbildung zum/zur Montage-Elektriker*in.

Die Zahl der Lehrabschlüsse beläuft sich jährlich auf rund 2‘500. Entsprechend der Anzahl Lernenden sind die meisten Abschlüsse im Bereich Elektroinstallateur*in EFZ zu finden (2020: 1‘558 Abschlüsse resp. 60%), wiederum gefolgt von der Berufsgruppe der Montage-Elektriker*in EFZ (2020: 816 Abschlüsse resp. 32%)